(14.05.2017) Eine im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung erstellte Studie macht deutlich, dass sich beim Thema Industrie 4.0 und Smart Services, der in Deutschland traditionell starke produzierende Mittelstand noch relativ zurückhaltend zeigt. So sind erst ca. fünf Prozent der Mittelständler umfassend vernetzt und nutzen höhere Cloud-Computing-Dienste. Der Verbreitungsgrad dieser Dienste ist im EU-Durchschnitt nahezu doppelt so hoch wie in Deutschland.

Mittelständlern fällt es angesichts knapper Ressourcen nicht leicht, die technologische Reife verschiedener IT-Systeme zu beurteilen und deren wirtschaftlichen Nutzen für das Unternehmen einzuschätzen. Zudem mangelt es in der Umsetzung an einem planvollen Vorgehen seitens des Managements. Investitionen werden oft nicht getätigt, weil es an verbindlichen, allgemeinen Standards und Normen mangelt. Auch besteht die Sorge, dass die Datensicherheit nicht gewährleistet ist.

Zwar haben sich durch staatliche Fördermaßnahmen die Rahmenbedingungen verbessert. Handlungsdruck besteht jedoch weiterhin beim Ausbau der Breitbandinfrastruktur, um durchgängig hohe Übertragungsraten zu ermöglichen.

Studie im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung, erstellt vom Institut für Mittelstandsforschung (IFM) Bonn:
Dr. Christian Schröder

Link zur Publikation: Herausforderungen von Industrie 4.0 für den Mittelstand